Des isch Nebesach...

von Xaver Huisenbeck

Für Schustermeister Mathias Lochinger, ein aufrichtiger Mann, der hin und wieder zu Leichtsinn und Aufschneiderei neigte, kam es knüppeldick. Zunächst verprasste er in der Stadt mit zwei jungen Zirkusartistinnen 1000 Mark. Als Ausrede gegenüber seiner verständnisvollen Frau Anna  musste Schneidermeiser Leonhard Müller herhalten: Ein gutmütiger, leichtgläubiger und liebenswerter Pantoffelheld, der seine Frau Kunigunde abgöttisch liebte. Diesem habe er angeblich das verprasste Geld für die Ausbildung von dessen unehelichen Sohn geliehen.Der arme Schustergeselle Hans hatte es auf die Tochter Loni des Schuhmachermeisters abgesehen, worüber Lochinger alles andere als erfreut war. Plötzlich wird dem Schuster vom Amtsgericht mitgeteilt, dass er wegen Weinverfälschung für drei Tage ins Gefängnis eingelocht wird. Dies soll ausgerechnet an den Tagen sein, an denen Erbonkel Paul  zu Besuch kommt. Die Frau des Schuhmachers schreibt an Schneidermeister Leonhard Müller, dass er sich für den Gefallen ihres Mannes revanchieren und die drei Tage für ihn absitzen soll.Lochinger reist in Richtung dreitägigen Zwangsurlaub ab. Sein Nachbar und guter Freund Vinzenz Fluderer, ein arbeitsscheuer, listiger Luftikus, vertritt ihn vor Onkel Paul. Dies tut er aber so schlecht, dass Onkel Paul sein Bargeld in Höhe von 100.000 Mark einem armen Teufel vermacht. Dass am Ende doch noch alles in die richtigen Bahnen gelangt, dafür sorgt einmal mehr die Unberechenbarkeit der Justiz und vor allem auch die folgenschwere Begegnung zwischen Onkel Paul und der Frau des Schneidermeisters Müller.

Personen

Mathias Lochinger Schuhmachermeister
Hans Peter Doll
Anna
dessen Frau
Tamara Klumpp
Loni
deren Tochter
Katja Sutterer
Müller
Schneidermeister
Ewald Klumpp
Kunigunde
dessen Frau
Sabrina Quast
Fluderer
Nachbar
Manfred Doll
Onkel Paul
Onkel von Mathias
Oliver Erdrich
Has
Geselle von Lochinger
Bernd Sutterer
Regie:
Arthur Wilhelm
2000_theatergruppe