An beiden Drei-Königs-Theater Veranstaltungen war die Halle wieder sehr gut besucht. Leider konnten wir in diesem Jahr, bedingt durch den Ausfall unseres Dirigenten, keine Lieder den Zuschauern zu Gehör bringen, so dass der erste Vorstand Dieter Doll mit der Begrüßung der Gäste begann. Dann hieß es Vorhang auf für das Theaterstück „Ä schöne Bescherung“. Bei Familie Eisele läuft wirklich alles so, wie fast jeder es am Heiligen Abend kennt: Nichts funktioniert in der Feiertagshektik so, wie es geplant war. Warum zum Beispiel muss ausgerechnet an diesem Tag die Heizung ausfallen? Warum hat der Gatte noch keinen Baum geholt? Warum muss sich die Tochter ausgerechnet heute mit ihrem Mann verkrachen? Warum ist die Gans vorzeitig schlecht geworden? Warum ruft Oma alle paar Minuten an, wann sie endlich aus dem Altersheim abgeholt wird? Warum kommt die Nachbarin dauernd zum kleinen Plausch? All diesen Fragen werden sich die Zuschauer gefragt haben und viele Situationen waren dem einen oder anderen bekannt vorgekommen. Die Presse schrieb: So „brannte" es lichterloh, als im Hause von Irmgard und Reinhold Eisele just am 24. Dezember der Kühlschrank seinen Geist aufgab, die Heizung versagte und der Tannenbaum immer noch nicht da war. Sohn Klaus-Dieter machte in dieser prekären Situation „voll auf cool", während der „Herr Papa" als absoluter „Macho" seine Frau nach allen Regeln der Kunst herumscheuchte. Doch die hatte in jeder Lebenslage hinter dem Herd und unter dem Christbaum die Hosen an, und es war köstlich zu erleben, wie die zwei fast wie im normalen Leben miteinander „fuhrwerkten". Dass dabei die ständig aus dem Altenheim anrief und nach der Bescherung fragte, erhöhte den Siedepunkt. Als Theaterspielerinnen agierten Sabrina Quast-Huber als Irmgard, neu Patricia Koch als Tochter Angelika, Maria Doll als Oma und Nadine Fischer als Nachbarin, als Theaterspieler agierten Ewald Klumpp als Reinhold, Mathias Streck als Sohn, Oliver Erdrich als Angelikas Mann und Manfred Doll als italienischer Klempner. Patricia und Maria standen zum ersten mal auf der Bühne. Nach der Aufführung verabschiedete der 1. Vorstand das Publikum und gab das Mikrophon frei zur reichhaltigen Tombola.